Grußadresse an die Bewegung Fridays for Future

Die Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Samtgemeinde Tarmstedt beschloss auf ihrer
letzten Mitgliederversammlung mehrheitlich eine Grußadresse an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
der Demonstrationen Fridays for Future. Darüber hinaus fordert der Vorstand der SPD
Tarmstedt den Landesvorstand und den Bundesvorstand auf, sich mit den Schülerinnen und
Schülern solidarisch zu erklären.
Die Demonstrationen der jungen Leute zeigen, dass die junge Generation auch in unserer Region
nicht per se unpolitisch ist. Sie nimmt vielmehr das in Artikel 8 des Grundgesetzes verfasste Demonstrationsrecht
in Anspruch und beteiligt sich aktiv an der gesellschaftlichen Entwicklung.
Jede Demokratie ist darauf angewiesen, dass sich Menschen in den verschiedensten Gruppen
und Formen für den Erhalt und die Weiterentwicklung unseres Staatswesens engagieren. Die heutige
in der Verantwortung stehende Generation der Erwachsenen ignoriert zu einem Großteil die
wissenschaftlichen Erkenntnisse und die mittlerweile deutlich erkennbaren Auswirkungen in Bezug
auf den Klimawandel. Es werden kaum bzw. ungenügend politische, wirtschaftliche als auch
private Konsequenzen in Bezug auf die Ursachen des von Menschen verursachten Klimawandels
gezogen. Die Kinder und Jugendlichen müssen die zukünftigen klimatischen und gesellschaftlichen
Folgen tragen und können dieses schwere Erbe nicht ablehnen.
Um auf die Dringlichkeit dieser Situation hinzuweisen, ist ziviler Ungehorsam ein legitimes bzw.
notwendiges Mittel. Die Regelverletzung, in der Unterrichtszeit zu demonstrieren, ist einerseits
ein Appell an alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, das tägliche widersprüchliche Handeln
in Bezug auf die Umwelt deutlich zu machen und andererseits ist dadurch bundesweit ein wichtiger
Diskussionsprozess hinsichtlich der Folgen des Klimawandels eingeleitet worden. Darüber
hinaus handelt es sich um einen Aufruf an die Politik, durch verantwortungsvolles Handeln in den
täglichen Entscheidungen dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Dieses Eintreten für die eigene Zukunft sollte nicht nur erwünscht sein, sondern auch voll und
ganz unterstützt werden. Es ist fünf vor zwölf und es ist gut, dass uns die jungen Menschen aufwecken
und uns an unsere Verantwortung erinnern.

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